Eleganz ist kein Ausdruck von Stil. Nicht nur. Sie ist Quintessenz von Anmut und Ausstrahlung. Doch woher nehmen? Ist sie angeboren, erlernbar, kopierbar? Natürliche Eleganz ist ganz sicher eins: eine unnachahmliche Erscheinungsweise.
Denken wir an Audrey Hepburn, eine Ikone gesellschaftlicher Grazie und Lieblichkeit. Oder Grace Kelly, spätere Fürstin von Monaco. Oder Charlize Theron, George Clooney, Ben Kingsley. Warum ich hier lauter Schauspieler aufzähle? Weil ich glaube, dass Eleganz nicht angeboren ist. Oder will mir hier jetzt jemand von eleganten Säuglingen berichten?
Schauspieler bringen in besonderer Weise Fähigkeiten mit. Lerneifer, gutes Aussehen, eine einstudiert brillante Erscheinung. Wobei einige natürlicher eleganter wirken, als andere, es manche nicht nur öffentlich, sondern auch privat sind. Wahre Eleganz zeigt sich tatsächlich erst beim morgendlichen Blick in den Spiegel, beim Brötchen holen im Jogginganzug oder nach einer durchzechten Nacht und einem Gläschen zu viel.
Ach wären doch mehr Menschen Schauspieler. Oder wenigstens erlernte Grazien.
Wieso ich auf dem Bild zwei Hunde zeige? Keine Ahnung. Aber vergleicht ruhig mal den stoisch hypnotischen Blick des Rüden rechts (pet me, pet me, pet me!!!!) mit dem der unnahbar eleganten Hündin links.
Ganz wie im richtigen Leben, möchte man meinen.
