Sozial banal!

Heute morgen habe ich einen Bericht gelesen, der mich einigermaßen erstaunte. Es ging um soziale Komponenten, Missstände, Missbrauch und den Abrutsch der sozialen Gesellschaft.

Nun – und hier sind sich die meisten Leser einig – bemängeln wir gerne fehlende Sozialkompetenz in der Wirtschaft, der Politik und der Gesellschaft. Doch wie weit – so frage ich euch – gehen wir selbst, um diese Kritik zu legitimieren? Sind wir bereit, Änderungen in unserer Gesellschaft zu akzeptieren? Sie selbst vorzunehmen, zu forcieren? Mischen wir uns ein oder beharren wir auf unserer Konsumstrategie, die immerhin viele Jahre funktionierte?

Es ist wie mit dem Schwert des Damokles, das, über dessen Kopf hängend, ihn an Genuss und Freuden des unbeschwerten Lebens hinderte. Wir spüren die Gefahren allzu reichlichen Konsums, mögen aber nicht darauf verzichten, noch zugeben, eine falsche Richtung eingeschlagen zu haben.

Und wenn wir dann einst vor den Trümmern unserer Existenz stehen, suchen wir händeringend. Nein, weniger nach Lösungen, mehr nach den Schuldigen. Dabei genügte ein Blick in den Spiegel, um uns von der Sinnlosigkeit dieses Unterfangens zu überzeugen.

Sozial, lateinisch socius, meint eine gemeinsame Verbundenheit als Grundlage des Zusammenlebens, dass wir in schwierigen Zeiten gerne mit Füßen treten.

Wir kloppen unseren Wohlstand in die Tonne! Unkritisch und nicht hinterfragt.

Wohl dem, der dabei ruhig schläft …

(Ein schwieriges Thema an so einem schönen Tag. Aber auch das muss mal gesagt werden)

Bist du Ir(r)e?

Bist du Ire?

EM 2012. Kaum zu glauben. Da sitzen die Iren im Stadion und besingen den katastrophalen Untergang ihrer Nationalmannschaft, als beanspruchten sie die vier Gegentore Spaniens für sich selbst. Kein Groll, keine Wut, nicht einmal offene Enttäuschung. Nur Gesang und Fröhlichkeit. Die ‘Green Army’ im Freudenrausch.

Was zum Teufel stimmt mit den Iren nicht? Sind die irre? Wie können die sich nur so gehen lassen? Wo bleiben die anständigen Reaktionen? Frust, Randale, Schlägereien, Demontage des Stadions oder wenigstens der Innenstädte. Nichts. Kein bisschen. Hat man denen was in den Kaffee getan? Wieso können die sich nicht benehmen? So wie alle anderen auch.

Ordentliche Fußballfans sind impulsiv, erregt, bereit, auch mal auf’s Maul zu geben. Das kann man nicht ausdiskutieren! Da muss man handeln!

Nicht die Iren. Die fliegen schon nach der halben Vorrunde aus der EM und … feiern. Gönnen uns nicht das kleinste Bisschen Aufregung. Nicht so wie die tapferen Russen und Polen. Die boten uns wenigstens eine klassische After-Show-Party.

Nein, nicht die Iren. Die kleiden sich in grüne Mäntelchen (unseren heimischen Gartenzwergen ähnelnd), grinsen frech in die Kameras und freuen sich darüber, die hässlichsten Frauen der Welt zu haben.

Soll man sich über so viel Herz ärgern? Oder muss man dem irischen Sarkasmus Anerkennung zollen? Denn wie schieb bereits die schottische Autorin Val McDermid: Sarkasmus ist die niedrigste Form des Witzes, aber die höchste Form der Intelligenz.

In diesem Sinne … bist du Ir(r)e?

Blog Besucher

Reblogged from Lach und Sachgeschichten aus der bunten Welt der Gastronomie:

Das ist schon manchmal lustig. Da schreibt man sich die Finger wund, laedt Bilder und Videos aus dem Leben und drumherum auf seinen Blog und hat nur einige wenige dafuer aber regelmaessige Leser die sich hier hin verirren.
Schreibt man was ueber  Marken wie Apple oder Nokia, irgendwelche sogenannten Stars oder bringt ein Bild mit aktuellem Fussballbezug (so wie gestern das Holland Deutschland Bild ) dann explodieren die Besucherzahlen in Hoehen mit dennen man beinahe schon Geld verdienen koennte.

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Moral oder Moneten?

Eleganz, meine Damen, Eleganz …

Eleganz

Eleganz ist kein Ausdruck von Stil. Nicht nur. Sie ist Quintessenz von Anmut und Ausstrahlung. Doch woher nehmen? Ist sie angeboren, erlernbar, kopierbar? Natürliche Eleganz ist ganz sicher eins: eine unnachahmliche Erscheinungsweise.

Denken wir an Audrey Hepburn, eine Ikone gesellschaftlicher Grazie und Lieblichkeit. Oder Grace Kelly, spätere Fürstin von Monaco. Oder Charlize Theron, George Clooney, Ben Kingsley. Warum ich hier lauter Schauspieler aufzähle? Weil ich glaube, dass Eleganz nicht angeboren ist. Oder will mir hier jetzt jemand von eleganten Säuglingen berichten?

Schauspieler bringen in besonderer Weise Fähigkeiten mit. Lerneifer, gutes Aussehen, eine einstudiert brillante Erscheinung. Wobei einige natürlicher eleganter wirken, als andere, es manche nicht nur öffentlich, sondern auch privat sind. Wahre Eleganz zeigt sich tatsächlich erst beim morgendlichen Blick in den Spiegel, beim Brötchen holen im Jogginganzug oder nach einer durchzechten Nacht und einem Gläschen zu viel.

Ach wären doch mehr Menschen Schauspieler. Oder wenigstens erlernte Grazien.

Wieso ich auf dem Bild zwei Hunde zeige? Keine Ahnung. Aber vergleicht ruhig mal den stoisch hypnotischen Blick des Rüden rechts (pet me, pet me, pet me!!!!) mit dem der unnahbar eleganten Hündin links.

Ganz wie im richtigen Leben, möchte man meinen.