Heute morgen habe ich einen Bericht gelesen, der mich einigermaßen erstaunte. Es ging um soziale Komponenten, Missstände, Missbrauch und den Abrutsch der sozialen Gesellschaft.
Nun – und hier sind sich die meisten Leser einig – bemängeln wir gerne fehlende Sozialkompetenz in der Wirtschaft, der Politik und der Gesellschaft. Doch wie weit – so frage ich euch – gehen wir selbst, um diese Kritik zu legitimieren? Sind wir bereit, Änderungen in unserer Gesellschaft zu akzeptieren? Sie selbst vorzunehmen, zu forcieren? Mischen wir uns ein oder beharren wir auf unserer Konsumstrategie, die immerhin viele Jahre funktionierte?
Es ist wie mit dem Schwert des Damokles, das, über dessen Kopf hängend, ihn an Genuss und Freuden des unbeschwerten Lebens hinderte. Wir spüren die Gefahren allzu reichlichen Konsums, mögen aber nicht darauf verzichten, noch zugeben, eine falsche Richtung eingeschlagen zu haben.
Und wenn wir dann einst vor den Trümmern unserer Existenz stehen, suchen wir händeringend. Nein, weniger nach Lösungen, mehr nach den Schuldigen. Dabei genügte ein Blick in den Spiegel, um uns von der Sinnlosigkeit dieses Unterfangens zu überzeugen.
Sozial, lateinisch socius, meint eine gemeinsame Verbundenheit als Grundlage des Zusammenlebens, dass wir in schwierigen Zeiten gerne mit Füßen treten.
Wir kloppen unseren Wohlstand in die Tonne! Unkritisch und nicht hinterfragt.
Wohl dem, der dabei ruhig schläft …
(Ein schwieriges Thema an so einem schönen Tag. Aber auch das muss mal gesagt werden)



