Denk mal! Schutz!!
Der etwas irreführende Artikelheader bringt uns zu dem weitreichenden Problem des Besitztumaustauschs. Dieser soeben kreierte Begriff als Synonym für unbeabsichtigtes Abhandenkommen rechtmäßig angeeigneten Eigentums spiegelt die Tatsachen in unseren Landen.
Eigentum als Allgemeingut. Die Forderungen nach gemeinfreier Ware aller Art stößt vor allem bei Kreativen auf Widerspruch. Wieso eigentlich, fragt sich so mancher? Etwa, weil Künstler aus Kunst Profit schlagen wollen? Also wirklich! Dabei weiß man doch, das Künstler Lebemenschen sind, die Zigarette im Mundwinkel, ein gelassenes Grinsen und eine ewig goldene Null auf dem Bankkonto. Ein Künstler lebt für seine Arbeit. Wieso soll er dann noch VON seiner Arbeit leben dürfen?
Andererseits: bei steigendem Diebstahl sinkt der Wunsch nach Neuanschaffungen, wie das Titelbild eindrücklich demonstriert. Man bleibt beim Bewährtem, dem Original, dem Alten, dem, was niemanden wirklich interessiert. Gut für die Umwelt, schlecht für’s Geschäft, ganz mies für den Unterhaltungswert.
Wollen wir demnächst nur noch Klassiker lesen, Wiederholungen im Fernsehen, die ewig gleichen Bilder an der Wand und altbekanntes Gedudel aus dem Radio? Wunderbar. Geben wir Eigentum als Allgemeingut frei. Soll sich doch bedienen, wer will!
In diesem Sinne: Denk mal!
